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Reiselust rund um Arequipa

Wenige Wochen vor meiner Abreise aus dem wunderschönen Peru kam meine Mama mich besuchen und wir machten uns auf den Weg eine wundervolle Reise zu beschreiten. Der Sonne entgegen, wie man auf dem ersten Bild, welches in den Straßen Arequipas aufgenommen wurde, sieht. 


An den Straßen, auf kleinen Märkten, an Parkeingängen- überall fand man super leckere Spezialitäten,wie auch hier " Queso Helado", ein super leckeres Eis, welches ich mir nicht nur einmal gegönnt habe. Arequipas strahlend blauer Himmel lud einen auch einfach dazu ein. 


Ps: Es gab auch nicht so leckere Sachen, wie diese Schafsüberbleibsel auf einem Markt....


Wir haben so viele verschiedene Landschaften gesehen, ich liebe Peru auch einfach wegen der Vielfalt, die dieses Land zu bieten hat! Es gibt wunderschöne weiße Strände, Berge, Gletscher, Wüste und noch so viel mehr zu sehen.


Überall sieht man friedlich grasende Alpaka Herden, eine absolute Augenweide und außerdem ist es wunderschön den Jungtieren beim Umhertollen zuzusehen.


Kurze Atempause mit Blick auf Chivay. 


Entspannen mit meinem neuen Kumpel. ;)


Gletscher, Vulkane und eine unglaubliche Höhe. Verkauft wurde trotzdem an allen möglichen Stellen. 

Eine Wanderung im Colca Canyon, dem zweittiefsten Canyon der Welt. Beeindruckende Tiefen und  eine günstige Thermik, die es uns ermöglichte Kondore zu beobachten.



Und wieder einmal eine andere Landschaft, dieser blaue Himmel verfolgte uns eigentlich die ganzen 16 Tage. Man konnte sich absolut nicht daran satt sehen.


Vor dem Vulkan grast friedlich ein Vicuña. Ein Pullover dieser geschützten Tiere kann locker 7000Euro kosten. Sie leben wild und stehen unter Artenschutz. Einmal im Jahr findet ein großes Fest statt, wo die Tiere mit einer Menschenkette gefangen, geschoren und sofort wieder in die Freiheit entlassen werden.


In ländlichen Regionen wird jeden Tag hart gearbeitet. Von Maschinen keine Spur- hier ist gute Handarbeit und die Zusammenarbeit mit den Tieren der Bauern gefragt. 
Die tolle Tracht ist wirklich die reguläre Alltagskleidung, auch zur Arbeit auf dem Feld. 


So viel Quinoa, ich liebe es. Quinoa- Suppe, Kuchen, Kekse, Salat......... Alles was das Herz begehrt. 


Gedanken zum Glück

Ihr Lieben, da ich jetzt erst einmal bis Mitte Mai im Urlaub bin, habe ich mir gedacht ich teile einfach einmal einen Text mit euch. Er steht im Bezug zu Lima und einem alltäglichen Erlebnis dort. ;)
Auf ganz bald.



Die Kunst des Glücklichseins

Ich sitze hier auf Arbeit, an meinem eigenen Schreibtisch. Der Herbst beginnt sich langsam auszubreiten, aber der Sommer verweilt auf den Straßen, bleibt standhaft.  Dennoch,  ich friere, nur fast. Die Jungs mögen frische Luft im Büro und da sollte man sich ernsthaft fragen, wer von uns Vieren nun wirklich aus dem fernen  Europa kommt. Aus jenem Land, wo der Winter zwar nicht unmenschlich, aber durchaus kalt werden kann. Ich bin der Meinung, dass ich vertauscht worden bin. Früher, vor  24 Jahren, als ein Teil der  Welt noch Mauern um sich trug. Denn in mir erwacht  das Sommermädchen, das sich jeden einzelnen Tag an den immergrünen Palmen erfreut, das die Meeresluft in sich aufsaugt. Auch an Tagen, wo sich ein grauer Schleier über die Stadt legt und es nach Fisch riecht. An Tagen, an denen die Sonne erst um 9.00 Uhr aus ihrem Bettchen stolpert, noch schwach und verkatert, aber kurz darauf putzmunter, weil sie sich an den Menschen erfreut, die plötzlich mit ihr um die Wette lachen.
Ja, so etwas macht mich glücklich. Die kleinen Dinge, das nette Lächeln von dem freundlichen, älteren Herrn, dem ich jeden Tag begegne. Dem ich seine Bonbons abkaufe, ohne mich nach ihnen zu sehnen. Einfach, weil er mich dann anlächelt, glücklich, weil er etwas Geld über seine Familie bekommen hat. Weil er nicht bettelt, sondern dafür arbeitet. Und seine Tüten mit Bonbons sich am Ende des Tages, wenn unsere Wege sich wieder kreuzen, fast leer sind. Und dann  bin ich es die erstrahlt. Es breitet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus, ich fühle mich beschwingt, denn dieser kleine Moment-  zu wissen, dass er Geld eingenommen hat, dass  er seine Tüten neu füllen kann. Ja,  genau dieser Moment breitet ein Gefühl in mir aus. Eigentlich mehrere, auf der einen Seite ist es Erleichterung, jene Seite, die ihn in kleinen Teilen bedauert, während ich mit meinem Starbucks Frappucino an ihm vorbei schreite. Die Seite, die mir leise Schuldgefühle macht, weil ich es mir leisten kann. Mit jedem Schritt jedoch werde ich stärker, man kann nicht jedem helfen, ich kann nicht Tag für Tag eine Handvoll Bonbons kaufen und sie verteilen oder selber Essen. Aber was ich kann, ist dankbar sein. Dankbar dafür, dass er trotz aller Widrigkeiten  sein Lächeln bewahrt. Dankbar, weil es ihm gut genug geht in einem Land, wo Strom und fließend Wasser keine Selbstverständlichkeit sind. Und dankbar, weil er mich vergessen lässt, was für kleine, nichtige Probleme ich im Alltag mit mir trage. Die Frage nach den gewonnenen Kilos, die Frage ob mein Outfit passt, die Frage, ob ich mir dies oder das gönnen soll. Die kleinen Problemchen des Alltags, aus denen wir oftmals eine riesen Sache machen, obwohl sie eigentlich oft so nichtig sind, unwichtig. Dieser Mann,  dessen Namen ich nicht kenne, den ich bald ein letztes Mal sehen werde, macht mich zu einem besseren Menschen. Auf seine Weise, indirekt, denn glücklich sein wollen, dass müssen wir  von  ganz allein.


Wochenendausflug Huaraz & Umgebung: Teil 2



Der nächste Tag stand im Zeichen des Sturms und Wanderns. Auf dem Weg zum Gletscher wechselte der ganztägige Sonnenschein urplötzlich in einen absoluten Hagelsturm. Aber seht selbst. Ich bin heute ein wenig schreibfaul muss ich zugeben ;) 


An diesem Ort hätte ich den ganzen Tag bleiben können. Mit einer Decke auf dem Boden sitzend, einem guten Buch und Proviant. Und nebenbei den Geräuschen der Kühe lauschen. Ein absolut traumhaftes Plätzchen. 

Ich bin absolut begeistert von den ganzen verschiedenen Farbspielen, die ich an diesem Tag betrachten konnte. Und dann die schneebedeckten Gipfel.....


Pferd satteln, losreiten...........

Und dann war es soweit. Die ersten Puya Raimondiis in meinem Leben. Diese Pflanzenart wächst nur in bestimmten Gebieten der Erde. So unter anderem in Peru, Bolivien und Chile. Diese Pflanze wird bis zu 100 Jahre alt und blüht in ihrem gesamten Leben nur ein einziges Mal. Dann aber, wenn sie beginnt zu blühen, kann man bis zu 20.000 Blüten bestaunen, die drei Monate lang leben. Wenn die Phase des Blühens vorüber ist, stirbt die Pflanze. Puya Raimondii ist im übrigen das Wahrzeichens Perus.


So sahen die Wege, die wir zurücklegten aus, hier ist die Straße noch wirklich eine gut befahrbare ;)

In den Höhen angekommen, begann mein Herz wie verrückt zu schlagen. Es fühlte sich wirklich an, als würde es in jeder Sekunde aus meiner Brust springen. Wir machten uns also im Schneckentempo auf den Weg zum Gletscher. Und ich meine wirklich Schneckentempo, teilweise haben wir unsere Füße kaum vor den anderen setzen können, da die Luft so unglaublich dünn war. Dieser Gletscher ist einer der wenigen noch vorhandenen Gletscher in den tropischen Gebieten Südamerikas. Aber auch hier ist der Klimawandel sichtbar und es scheint, als könne man dem Gletscher beim Schmelzen zuschauen. 








Zum Abschluss des Tages gab es dann ein sehr spätes Mittagessen. Mir wurde wieder ein extra Gericht zubereitet. Auch wenn man so gut wie nur Fleisch auf den Menükarten findet, sind die Menschen hier so unglaublich freundlich im Zubereiten eines veganen Essens. Auch wenn sie mich jedes mal völlig entrüstet anschauen ;)

English: Today I´m a little bit lazy I have to admit. But I wanted to show you another day of my weekend trip. I saw the most amazing views and it just made the feeling stronger that the nature and I are definetly bounded somehow. I feel nowwhere more home and right than in an open space. I just love it. I would have enjoyed to sit down with a good book and a blanket, watching the cows and just taking everything in. When I look at the pictures I can´t believe that I took them, that I seriously saw all that in real life.
And I was seriously amazed by the Puya Raimondii. These plant are so rare and I got to see them. Thes plants bloom just once in their life and after that they die. Isn´t that strange? The grow all there life just to be once florishing with all they have and that was it.After that- just gone.
And then we walked up to the Pastoruri. Hell yes I consider myself as an athletic and sporty girl but these High made my heart beat hard. It felt as if it would jump out of my breast. My walking was so slow it felt as if I would never reach the top. By the way we were the first to be up - the others took way longer, so I try to imagine how they must have felt ;)  But when we reached the top it was just as stunning as all the other things that day. Unbelievable that I saw all that- if I look at the pictures now it just feels unreal.

Wochenendausflug Huaraz & Umgebung: Teil 1


Huaraz

Am Donnerstag habe ich mich um 22.30 Uhr wieder in den komfortablen Reisebus gesetzt und eine weitere kleine Abenteuerreise begonnen. Nach einer 8,5 h Busfahrt kam ich erschöpft, aber glücklich in Huaraz an. 
Huaraz ist eine kleine Stadt mitten in den Anden und ist die Hauptstadt der Region Ancash.Diese kleine Stadt ist umgeben von der Cordillera Blanca und Ausgangspunkt für eine Vielzahl an Touren und Wanderungen in die umliegenden Berge.Ich finde es unglaublich, dass es hier 50 Berge gibt, die über 5000m hoch sind. Besucht habe ich also den riesen Nationalpark Huascarán und dort so einiges gesehen, was ich erst jetzt beim Betrachten der Bilder richtig in Worte fassen kann. Die Cordillera Blanca und Negra werden von einem Fluss getrennt. Man fährt also neben dem Fluss umher und schaut im Osten auf die wundervollen schneebedeckten Berge, während auf der gegenüberliegenden Seite die Berge einfach grün sind. 
Im übrigen befindet sich hier auch der höchste Berg Perus, der Nevado Huascarán. Dieser ragt ganze 6768 m in die Höhe. Unglaublich!!! Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll, da ich so viel gesehen habe und es euch am liebsten alles gleich auf einen Schlag zeigen möchte. Aber ihr müsst euch ein wenig gedulden, und auf die folgenden zwei Posts warten. ;)







Yungay


Die Geschichte von Yungay hat mich total mitgerissen, diese Stadt wurde bei einem großen Bergsturz 1970 zerstört, mit der Stadt auch die meisten ihrer Einwohner. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,7 und die größten Teile der Stadt wurden unter einer 3-10m dicken Schlammschicht begraben. An der Stelle der alten Stadt Yungay wurde eine große Gedenkstätte errichtet, wohingegen die neue Stadt ein wenig weiter entfernt erneut aufgebaut wurde. 





Lagunas de Llanganuco

Mitten im Huascarán- Nationalpark befindet sich dieses Schmuckstück. Ich konnte es kaum glauben, als ich die Farbe des Wassers sah. Postkartenmotive ohne Ende. Die Lagune ist aus dem Schmelzwasser zweier angrenzender Berge entstanden, was für ein Wunderwerk der Natur!!!






Caraz, Peru

Mein Magen hatte sich schon fast umgedreht, aber dann gab es doch in letzter Sekunde ein leckeres Mittag/Abendbrotgemisch. Für 3,50 Euro gab es Coca-Tee, frittierte Maiskörner (super lecker) und Reis mit Bohnen für mich. Ihr seht, ich verhungere keinesfalls. ( ..Trotz Meerschweinchen, Huhn und Schwein am Nachbartisch..)
In der Stadt, die aufgrund ihrer Lage bisher von den Naturgewalten verschont geblieben ist, haben wir sonst nur einen kurzen Halt gemacht, um uns den Hauptplatz und ein paar kleine Straßen anzuschauen. 



In den nächsten zwei Posts zeige ich euch die archäologisch wertvolle Stätte Chavín, sowie eine der seltensten Pflanzen der Erde, die ich hautnah bewundern durfte!
Ich hoffe ihr freut euch drauf ;)


English:
Today I really don´t want to talk much but let the pictures speak for themselves. The first day of my weekendtrip was great. I saw Huaraz, where I also stayed in a hotel and we drove to visit Yungay. The city was destroyed in 1970 and most of the inhabitants died during the catastrophy of nature. Where the old city ones was, is now a memorial place ( Campo Santo). The new city was rebuilt close to the old one. 
Also we went into the nationalpark Huascarán and visited the Laguna Llanganuco. It was amazing cause the color of the water really is as blue as in all the postcards. I enjoyed the sun there and couldn´t believe these wonder of nature. 
After that my stomach was kind of dying, seriously. It was time for a lunchstop and I got tasty food for  just 3,50 Euro. I´m in heaven here, when I´ll be back in Germany I will probably starve because everything will seem soooooooooooooooo much more expensive ( I mean it is, but that´s Germany...).
We also visited Caraz and went back to the hotel in Huaraz at night. 
The next two Posts will be about Chavín de Huántar and I will show you a plant that hardly exists on this earth. So stay tuned and let the pictures do the magic ;)